Sonntag, 14. Dezember 2014

Kurier-Tasche "Fridolin"

Hallo zusammen!!!

Lange habe ich es versprochen, aber einige Dinge brauchen nun mal etwas mehr Zeit ;-)

Wie zum Beispiel mein neuester Liebling: Die Kuriertasche "Fridolin". Danke, liebe Doreen, für den Namensvorschlag :-) So werde ich immer an unsere kleinen Krabbeltierchen denken und die Namen für die nächsten Schöpfungen sind somit auch schon gesetzt (Achtung: Insider).

Nun aber gibt's den Schnitt und die Anleitung zu dem guten Stück. Bitte lest sie vor dem Nähen einmal komplett durch.

Im Schnitt ist eine Nahtzugabe in Nähfüßchenbreite (ca. 0,8 cm) enthalten!

Zutaten für die Außentasche:

- 2 Stoffquadrate 31,6 x 31,6 cm für den oberen Taschenteil (beides mit Vlieseline H250 verstärken)
- 4 Stoffrechtecke 16,6 x 21,6 cm für den Oberstoff des Faltenteils
- 2 Stoffrechtecke 16,6 x 21,6 cm für den Innenstoff des Faltenteils (innenliegender Stoff idealer Weise in einer anderen Farbe bzw. mit einem anderen Muster, als beim Oberstoff)
- Webband zur Verzierung
- 2 Streifen Gurtband (2 cm breit) 8 cm lang
- D-Ring und Karabiner für 2 cm breites Gurtband
- Reißverschluss (RV) 20 cm lang
- Stoffrechteck 25 x 30 cm für Reißverschlusstasche auf der Rückseite

Zutaten für die Innentasche:

- 2 Stoffrechtecke 50 x 31,6 cm (beides mit Vlieseline H250 verstärken)
- Magnetverschluss

Zutaten für den verstellbaren Träger Variante "Not-macht-erfinderisch":

- Schieber und Vierkant-Ring 3 cm breit
- 2 D-Ringe und 2 Karabiner für Gurtband mit 2 cm Breite
- 2 Stoffstreifen 20 x 4,6 cm (mit Vlieseline H250 verstärken)
- 2 Stoffstreifen 105 x 4,6 cm (mit Vlieseline H250 verstärken)
- jeweils 2 Streifen Gurtband jeweils 12 cm lang

Alle Schnittteile zuschneiden und - wenn es bei den Zutaten mit angegeben wurde - mit der Vlieseline verstärken.

Wenn ihr das erledigt habt bereitet ihr zuerst das Faltenteil vor - alle Susie-Näherinnen haben hier einen leichten Vorteil. Die Stoffrechtecke für das Faltenteil mit der langen Seite wie folgt aneinander steppen: Oberstoff-Innenstoff-Oberstoff. Wer mag, kann sich das Prinzip auch nochmal in der Videoanleitung zur Susie-Kosmetiktasche von pattydoo ansehen.




Anschließend bügelt ihr die Nahtzugaben auseinander. Nachdem dies erledigt ist, könnt ihr die Kellerfalte legen und durch Bügeln fixieren.






Die Kellerfalte könnt ihr noch mit einer Hilfsnaht fixieren.

Ist das getan, könnt ihr die Außentasche vorbereiten: Für deren Vorderseite nehmt ihr euch eins der 2 cm breiten Gurtbandstreifen, zieht einen D-Ring auf und legt eine Schlaufe - ich habe die Enden aller Gurtbänder mit einem Feuerzeug verschmolzen - so kann nix ausfransen.

 
 
Anschließend nehmt ihr einen fertigen Faltenteil und legt die Gurtband-Schlaufe mittig auf dessen rechte Seite - am besten fixiert ihr das Ganze mit einer Nadel.


Jetzt steppt ihr das Gurtband knappkantig fest. Nun könnt ihr das obere Stoff-Teil (kurze Seite) mit dem Faltenteil, beides liegt auf Links, zusammennähen. Anschließend bügelt ihr die Nahtzugabe wieder auseinander.
 
Ihr könnt die Naht verdecken indem ihr Webband oder ein anderes Dekoband darüber näht.
 


 
Bei der Rückseite geht ihr genauso vor, nur eben ohne Gurtband zwischen Faltenteil und oberem Stoffteil. Dafür befestigt ihr eine Gurtbandschlaufe mit aufgezogenem Karabiner mittig an der oberen Kante des oberem Stoffteils.

 
Wer mag, kann nun noch in die Rückseite ein Reißverschlussfach einnähen; das geht wie folgt:
 
Den Stoffstreifen für den Taschenbeutel mittig und mit dem eingezeichneten Abstand auf der vorbereiteten Rückseite der Tasche mit ein paar Nadeln befestigen.
 
 
Dann entlang der eingezeichneten Linie feststeppen.


Anschließend das entstandene Fach aufschneiden und den Taschenbeutel durch die Öffnung ziehen.



Dann werden die Kanten gebügelt.



Die Öffnung für das RV-Fach ist nun vorbereitet. Jetzt wird der RV dahinter gelegt und festgesteppt.



Zum Schluss noch den Taschenbeutel schließen und den evtl. zu langen RV einkürzen.



Fertig ist euer RV-Fach.

Um die Außentasche fertigzustellen die Vorder- und die Rückseite Rechts auf Rechts legen und an den Kanten feststeppen (siehe eingezeichnete Linie).



Damit ein Taschenboden entsteht, werden wieder - wie bei der Susie von pattydoo - die unteren Ecken abgenäht. Der Abstand zur Spitze beträgt 4 cm. Den überstehenden Rest könnt ihr abschneiden.
 


 
 
Nun werden die D-Ringe für die Träger an der Außentasche befestigt:
 
Ihr zieht einen D-Ring auf einen Streifen Gurtband und klappt dessen Enden nach innen, sodass keine offene Kante mehr zu sehen ist. Dann steckt ihr es mittig auf der Naht der Außentasche mit 12 cm Abstand zur oberen Kante fest und näht es abschließend. Ihr könnt dazu ruhig mehrfach darüber nähen, damit es auch richtig fest sitzt.
 
 
Auf der anderen Seite der Tasche geht ihr genauso vor.
 
Nun ist die Außentasche fertig vorbereitet.
 
Die Innentasche geht nun etwas schneller:
 
Die Stoffstreifen an beiden langen Seiten und einer kurzen Seite aneinandernähen. AUCHTUNG(!!!): Denkt bitte daran eine Wendeöffnung in der kurzen Seite zu lassen!!!
 
Auch hier werden wieder, wie bei der Außentasche, die unteren Ecken abgenäht.
 

Nun setzt ihr noch den Magnetverschluss ein: Ich habe ihn mittig mit 5,5 cm Abstand von der oberen Kante eingesetzt. (Auf einen RV als Taschenverschluss habe ich verzichtet, da ich nicht glaube, dass ein Taschendieb den Karabiner so schnell aufbekommt... Wenn er den Tascheninhalt unbedingt will, wird er wohl eher die Träger abschneiden O.O)


Nun werden beide Taschen Rechts auf Rechts ineinander gesetzt und an der oberen Kante zusammengenäht. Achtet bitte darauf, dass dabei die Nähte der Außen- und der Innentasche aufeinanderliegen.



Nun könnt ihr die Tasche wenden und die Wendeöffnung der Tasche mit einer knappkantigen Steppnaht verschließen. Abschließend bügelt ihr den oberen Taschenrand und setzt eine letzte Steppnaht an der Kante.


Jetzt fehlen nur noch die verstellbaren Träger. Eines schon vorab: In Ermangelung der passenden Karabiner, musste ich etwas improvisieren; daher die "Not-macht-erfinderisch-Variante".

Zuerst bereitet ihr die Karabiner vor, indem ihr sie auf das Gurtband aufzieht und eine Schlaufe legt. Dann nehmt die beiden kurzen Stoffstreifen für die Träger und legt sie Rechts auf Rechts aufeinander. An einem Ende legt ihr das Gurtband mittig zwischen die Stofflagen und steppt es an der kurzen Seite fest.



Jetzt könnt ihr auch die langen Seiten aneinander nähen. Dazu nehmt ihr an der Stelle, wo der Karabiner zwischen den Stofflagen liegt, am besten einen RV-Nähfuß - sonst kommt ihr dort nicht vorbei.
 
Danach den Träger wenden und die Kanten bügeln. Die Wendeöffnung des Trägers wird verschlossen indem ihr die Kanten ins Innere des Trägers klappt - vielleicht etwas durch Bügeln fixieren - und dann absteppt. Ich habe zudem alle Kanten der Träger abgesteppt. (Die Fotos für einige Zwischenschritte habe ich natürlich vergessen - typisch...)
 
 
Den langen Träger der Tasche habe ich genauso vorbereitet. Achtet bitte drauf, das sich nur jeweils ein Karabiner einer Seite der Träger-Teile befindet.
 
Nun kommt die Fädelei:
 
Zuerst nehmt ihr euch den kurzen Träger mit Karabiner, zieht den Vierkant-Ring auf und näht die Enden aufeinander, sodass eine Schlaufe entsteht. Bitte achtet darauf nur Stoff auf Stoff zu nähen und nicht auf das Gurtband. 
 


Danach nehmt ihr das lange Trägerteil, hier wird's jetzt etwas tricky:

Da ich leider die Fotostrecke dazu vergessen habe gibt's hier eine Anleitung von Launenland, wie der Schieber aufgezogen wird. Hier aber Fotos dazu, wie es zum Schluss aussehen muss:

 


Ihr könnt euch den Zwischenschritt mit dem "Extra-Gurtband-Annähen" auch sparen, indem ihr gleich die passenden Karabiner kauft. Genauso könnt ihr natürlich auch Träger nur aus Gurtband statt BW-Stoff herstellen oder ihr macht den Träger breiter - da sind eurer Kreativität keine Grenzen gesetzt ;-)
 
Jetzt braucht ihr die Träger nur noch mit den Karabinern in die D-Ringe der Tasche einhaken und fertig ist das gute Stück. 
 

 
 


 
Ich wünsche euch jetzt viel Spaß beim Nachnähen und zögert nicht mir Fragen an lovemadebyjessy@gmail.com zu stellen, falls es Schwierigkeiten geben sollte.
 
Viele liebe Grüße und einen schönen 3. Advent!
 
Eure Jessy 
 
 
Hinweis: Die Anleitung ist für alle kostenlos, jedoch ist die gewerbliche Nutzung (Herstellung von mehr als 10 Stück/Jahr) untersagt. Wenn ihr die Tasche in eurem Blog präsentieren solltet, würde ich mich sehr über eine Verlinkung auf meinen Blog freuen.


Samstag, 8. November 2014

Name gesucht

Mir gefallen schon eine ganze Weile diese Kuriertaschen, die mit Karabinern verschlossen werden; und das ich ein Fan von Kellerfalten bin, ist sicher auch nichts Neues. Darum habe ich mir gedacht: "Warum sollte man nicht Beides zu einer Tasche kombinieren?"

Die Idee kam mir im Schlaf - ich hatte ein richtiges Bild vor mir - und so bin ich nachts alle groben Arbeitsschritte zum Nähen der Tasche durchgegangen. Ganz schön krank - normale Menschen schlafen da gewöhnlich - ich gehe Taschenschnitte durch...

Natürlich soll die Tasche nicht nur für mich sein; den Schnitt möchte ich auch mit allen anderen fleißigen Näh-Verrückten teilen :-) Darum bin ich gerade dabei eine Anleitung zusammenzuschreiben. Wenn diese fertig ist, werde ich sie hier posten. Ich bin zwar zu doof eine PDF-Anleitung hier reinzustellen, aber ein Post wird es sicher auch tun ;-)

Jetzt möchte ich euch aber erst mal meine neue Tasche präsentieren, damit ihr selbst beurteilen könnt, ob sich das Warten auf den Schnitt lohnt ;-)

Verschlossen wird die Tasche mit einem Karabiner.
 
 
Auf der Rückseite befindet sich ein kleines Reißverschlussfach.
 
 
Die Träger sind verstellbar, dadurch ist die Tasche auch diagonal tragbar.
 
 
 
 
Innen wird die Tasche zusätzlich mit einem Magnetverschluss geschlossen.
 


Innenfächer habe ich vorerst keine geplant, aber wer geübt ist, kann diese ja nachrüsten ;-)

Die Maße betragen: ca. 29 cm Breite und 35 cm Länge - wenn die Taschenklappe geöffnet ist ca. 45 cm. Ich persönlich finde den Prototypen noch etwas schmal, aber man kann die Schnittteile ja auch etwas breiter zuschneiden - vielleicht so 5 cm mehr - dann dürfte es passen.

Ach ja, noch was ganz Wichtiges: Ich habe noch keinen Namen für meine Tasche, vielleicht hat ja jemand eine Idee wie ich sie nennen könnte?

Viele liebe Grüße

Jessy

Sonntag, 2. November 2014

Rucksack Rudi

Unsere kleine Nichte, Emma, ist im September ein Jahr alt geworden und da die kleine Maus nun auch schon zur Tagesmutti geht, hat sich Emmas Mama einen Rucksack für sie gewünscht.

Da wir natürlich nichts "von der Stange" schenken wollten und gewisse Personen nicht ganz talentfrei an der Nähmaschine sind, hatte ich im WWW nach einem Schnittmuster für einen Kindergartenrucksack gesucht und war auch fündig geworden: "Rudi".

Ja, "Rudi" heißt das gute Stück - von lillesol & pelle. Den Schnitt gibt's hier.

Hat man erstmal alle "Zutaten" zusammen und die Anleitung einmal komplett durchgelesen, kann es auch schon losgehen. Ich persönlich fertige mir gerne von allen Schnitteilen Schablonen an. Auch wenn es sich bei den meisten Schnitteilen nur um Rechtecke handelt, komme ich doch besser damit zurecht, weil der Stoff sich eben nicht so verzieht. Wenn man sich einmal die Arbeit gemacht hat, kann man die Schablonen ja auch für den nächsten Rucksack wiederverwenden ;-)

Nach dem Stoffe-Schnibbeln, was relativ fix erledigt war, konnte es auch schon losgehen. Vom Schwierigkeitsgrad her, fand ich es nicht zu schwer. Klar, war mein Nahtauftrenner auch wieder mit von der Partie, aber das eher wegen meiner anfänglichen Schluderei - und da ich eben beim Nähen eine kleine Perfektionistin bin, mussten diese eben korrigiert werden ;-)

Vom Schnitt bin ich wieder ein paar mal abgewichen:

Die Träger habe ich noch mit Volumenvlies gepolstert. Auch wenn die Kleine sicher nichts schweres tragen wird, gefällt es mir so besser.

 
In Ermangelung von passenden D-Ringen, habe ich für die Befestigung der Träger einfach Metall-Schieber auseinander genommen, um Vierkant-Ringe zu erhalten - war ein ganz schöner Kraftakt, die blöden Dinger sind echt verflucht stabil. Davon hatte ich zum Glück genügend da und im Endeffekt gefällt es mir jetzt sogar besser, als bei der Variante mit den D-Ringen.

 
Die aufgesetzten Seitentaschen habe ich auch abgewandelt. Laut Anleitung sollte man diese in drei Falten legen damit sie auf die Breite der Rucksack-Seite passen. Darauf hatte ich aber keine Lust, also habe ich sie einfach auf die passende Breite eingekräuselt. Die Naht habe ich dann mit Webband verdeckt.
 
 
 
 
Eigentlich war ich auch der festen Überzeugung, dass ich mir mal ein paar ordentliche Ösen gekauft hatte. Leider habe ich nur die von einem Zangenset gefunden, welches ich in einem Discounter gekauft hatte - "geirrt" sprach der Igel und stieg vom Kaktus. Diese Billig-Dinger taugten aber überhaut nix, also habe ich dann doch Knopflöcher für die Tunnelöffnung eingenäht. Kurze Zeit später entdeckte ich im Schrank die hochwertigeren Ösen - na toll...
 
Das Adress-Fach habe ich nicht auf die Rückseite genäht, sondern als separates Schild mit Kam Snaps befestigt. Ich gebe ehrlich zu, dass ich mit der Anleitung dazu nicht klargekommen bin und das Schnittteil auch total schief geworden war. Also habe ich es wie einen Kofferanhänger gestaltet, der  abnehmbar ist.
 
Ich glaube weitere Änderungen habe ich nicht vorgenommen, allerdings werde ich beim nächsten "Rudi" auch das Innenfutter mit Vlieseline H250 verstärken - so bekommt er noch mehr Stand.
 
So, jetzt habe ich aber genug geschrieben... ACHTUNG!!! Es folgt eine Bilderflut oder besser gesagt *Foto-Bomben-Modus-ein* :-)
 













 
*Foto-Bomben-Modus-aus*

Ich bin übrigens ein Riesen-Fan von Kam Snaps geworden - oder wie sie von anderen Herstellern genannt werden: Plastik-Druckknöpfe. Für "Rudi" habe ich auch einige benutzt und an alle, die Bedenken wegen der kleinen Deko-Elemente haben: Entweder sind sie so befestigt, dass sie nicht abgehen oder man kann sie von Vornherein entfernen - wobei die Snaps echt straff sitzen...

Ich hoffe, der kleine "Rudi" gefällt euch und dass unsere kleine Emma ganz viel Spaß mit ihm hat :-)

Viele liebe Grüße

Jessy

Montag, 27. Oktober 2014

Ganz viele Eulen...

Nachdem ich mal wieder eine Weile nichts von mir habe hören lassen (ich sollte wirklich meine Posts vortexten), möchte ich nun meine neuesten Kreationen präsentieren: 
 
Eine große Susie-Handtasche und meine erste Wildspitz.  

 
Das Schnittmuster zur Susie-Handtasche findet ihr hier auf meinem Blog und das Schnittmuster zur Wildspitz findet ihr bei Farbenmix.
 
Zur großen Susie habe ich mich ja schon ausgiebig geäußert, darum ist heute die Wildspitz dran:
 
Vom Schnitt bin ich extrem begeistert! Bisher habe ich immer die, nach meinen Vorstellungen modifizierte, Big-Money-Bag (BMB) von ki-ba-doo genäht und dabei viele Nerven und noch mehr Nadeln gelassen.
 
Das passiert mir bei der Wildspitz nicht mehr. Auch das sie zum Auffalten und nicht zum Wickeln ist gefällt mir besser. Natürlich ist die BMB auch sehr schön, aber die Wildspitz finde ich persönlich besser. Zum Glück ist das aber alles Geschmackssache ;-)
 
Was die Anleitung angeht, muss man sich etwas reinlesen, aber wie bei vielen Dingen heißt es auch hier: learning-by-doing.
 
Hauptsächlich wird bei der Wildspitz gefaltet und gebügelt, dadurch muss man keine separaten Fächer anfertigen und annähen. Nur Reißverschlüsse und die dazugehörigen Taschen müssen eingenäht werden, was aber mit ein wenig Übung und einem Reißverschlussfüßchen kein Problem sein sollte ;-) Ich kann nur empfehlen es selbst mal mit der Wildspitz zu probieren!
 
Soviel dazu; und nun noch ein paar Bilder von der Eulentasche und der Wildspitz:







Stoffe, Steckschloss, kleines Metallornament, kleine Metallherzen und Wachsband habe ich bei Dawanda bestellt.

Den Karabiner und den Herz-Schlüsselring habe ich von Alles für Selbermacher.

Ach ja, ich hatte dazu noch eine kleine Susie und eine Taschentuchtasche im passenden Eulen-Design genäht, aber der kleine Dropskoffer Jessy hat natürlich alles schon verschenkt und vergessen Fotos zu knipsen... Na toll...

Viele liebe Grüße

Jessy


Nachtrag:
Dank meines subtilen Hinweises, hat mir das Geburtstagskind noch ein Foto vom Zubehör nachgereicht ;-)  Dankeschööööön!

Samstag, 13. September 2014

Aus dem Nähkästchen...

Ich habe ja lange nix mehr von mir hören lassen, was aber nicht heißen soll, dass ich nicht fleißig bin.

Eigentlich bin ich nämlich total-mega-fleißig, nur kann ich meine Werke nicht präsentieren, weil viele davon Geschenke sind und ich nicht Gefahr laufen möchte, dass die Beschenkten schon vorher alles sehen.

Daher kann ich nur ein kleines Lebenszeichen von mir geben, indem ich einigen Interessierten unter euch erzähle, wie ich so zum Nähen gekommen bin:

Ich denke ausschlaggebend war meine Mama. Sie hat früher immer viel genäht und noch mehr gestrickt. Ich saß oft neben ihr und sah zu, wie sie mit der Nähmaschine loslegte. Gerne hätte ich es damals auch mal probiert, aber ich war noch zu klein. Erschwerend kommt noch hinzu, dass meine Mama mich - als ich noch ein Baby war - immer auf der Nähmaschine (versenkbar) gewickelt hatte. Ich glaube, schon damals habe ich mich mit dem Nähfieber infiziert.

Hier der Bildbeweis:

 
Als ich etwas älter war, habe ich dann heimlich versucht die Nähmaschine meiner Mama in Gang zu bekommen, um Kleider für meine Barbies zu nähen, bin aber immer an der unteren Spule gescheitert. Es war mir 1. ein Rätsel, wie das Garn da so schnell aufgerollt wird - ich hatte mich hingesetzt und es mit der Hand aufgewickelt!!! XD - und 2. wusste ich nicht, wie ich die Spule dann einsetzen sollte. Das man überhaupt einen Unterfaden braucht, wusste ich ewig nicht...
Später hatte ich bei meiner Mama genau aufgepasst und die Rätsel waren gelöst. Ganz schön blöd von mir, was?!?!? Ich hätte ja auch einfach meine Mama fragen können, ob sie mir zeigt wie es geht...

Als ich dann - noch ein paar Jahre später - meine Ausbildung beendete und einen festen Job hatte, zog ich bei meinen Eltern aus. Meine Mama schickte mir immer wieder Anleitungen für Taschen und andere Kleinigkeiten, und wir hatten beide eine Vorliebe für die "Tilda-Bücher" entwickelt.

Nachdem ich dann dieser Flut von schönen Dingen, die man selber schaffen konnte, ausgesetzt war, entschloss ich mich mir selber eine Nähmaschine zu kaufen. Es war eine AEG für 79 €, nichts Besonderes, aber eben meine Erste. Mit ihr hatte ich dann ein paar Kosmetik- und Handtaschen, Kuscheltiere und sogar ein kleines Puppenkleidchen genäht. Bis ich es geschafft hatte sie zu erledigen.

Danach kam ich dann wieder etwas ab vom Nähen, bis mir die Großeltern meines Liebsten eine neue Nähmaschine zum Geburtstag schenkten. Seitdem hänge ich so richtig an der Nadel und die vielen Netzwerke und Blogs machen es nicht besser.

Heute verbringe ich meine Freizeit mit der Suche nach Stoffen und Anregungen und natürlich der für mich schönsten Sache der Welt: Dem Nähen!

Ergänzend sei hinzugefügt, dass ich es auch ein paar Mal mit dem Stricken versucht hatte, aber da bin ich total talentfrei. Entweder ich lasse Maschen fallen oder ich ziehe alles so fest, dass ich irgendwann die Nadeln nicht mehr bewegen kann oder ich mache beides :-D Stricken überlasse ich also lieber meiner Mama - die kann das in Perfektion und jetzt sogar in 1:12 ;-)

Hier nun noch ein paar Bilder zu meinen Anfängen als kleine Näh-Fee (lang, lang ist's her):







Viele liebe Grüße

Jessy